Heckumbau von Sven´s Drifter

Ich habe meinen Heckumbau in 2 Schritten durchgeführt.

Originalbilder vom Drifterheck füge ich mal nicht bei ;-)

Hier Step1:

Als erstes hat mich zum einen "der grösste Blinkerhalter der Welt" gestört, zum anderen wollte ich hinten (wie vorne) die kleineren, klassischen Bulletblinker haben.Den Bügel am Heck habe ich abgebaut und festgestellt, das der doch massiv zur Stabilisierung des Heckfenders beiträgt. Also ein kleines Rohr (vmtl. zölliges Klemptnerror) ca. 25mm Durchmesser, 2mm Wandstärke zu einem "gerecktem S" biegen lassen, wobei ein Schenkel sehr lang ist (verschwindet später unter dem Fender) und an die Halterungen angepasst.

Hier ist folgendes wichtig zu beachten;

Die Löcher vom Fender habe ich einfach abgepinselt und dann gebohrt.

Das Stück Rohr was in dem Fender verschwindet habe ich an der Seite die den Fender berührt mit einer kleinen Silikonwurst bedacht (trocknen lassen!) und dann eingbaut. ACHTUNG die beiden Rohe müssen natürlich spiegelverkehrt gebogen sein, damit sie auf beide Seiten des Fenders passen!!.

Was man auf den Bildern gut sehen kann ist die Blinkerbefestigung direkt am Rücklicht.

Die habe ich mit zwei kleinen gedrehten Teilen als Verlängerung (Achtung hohl wegen den Kabeln) an zwei gebohrte Löcher direkt am Rücklicht befestigt. Die zwei „Röhrchen“ habe ich nur eingebaut, um den gesetzlich vorgeschriebenen Blinkerabstand zu erreichen (das ich den Abstand nicht erreicht habe, weil ich zu dusselig bin Zahlen vom Zollstock abzulesen ist was anderes).

Es bleibt dann noch das kleine Loch unter dem Rücklicht an dem der Heckbügel am Fender befestigt war. Das habe ich mit einer kleinen Kappe (rot lakiert) die ich noch in meinem Werkzeugkoffer gefunden hatte mit Silikon eingeklebt. (Den Gummipuffer hinten natürlich vorher rausdrücken, seitlich drin lassen wegen der Dämpfung).

Die Schraubenköpfe die nun seitlich rausschauen hatte noch mit diesen kleinen Abdeckkappen die auch für die Schrauben der Nummernschilder verwendet werden (rot lakiert) abgedeckt. ACHTUNG vorher Schraubendurchmesser beachten!!

So, das war Step1!
Nun Step2

So richtig doll ist das alles ja noch nicht, ich wollte das Rücklicht und das Kennzeichen weiter runter haben das man den Fender besser sieht. Ausserdem hatte ich bei Ebay geile Verkleidungsblinker von Ness gesehen aber leider nicht bekommen. Aber die Idee Verkleidungsblinker war geboren. So habe ich die von Bischhoff – Versdand bestellt. Teuer, aber mit E-Prüfzeichen. Und wenn ich schon mal dabei bin sollte auch gleich das geile „Tombstone(?) – Rücklicht“ dran.

Naja, dachte ich mir, evtl. wächst man ja tatsächlich mit seinen Aufgaben, wir werden sehen.

Als erstes den Sattel samt Halter runter, dann alle Schrauben vom Heckfender raus und hochgeklappt. Zur Unterstützung einen gepolsterten Sägebock unter den Fender gestellt, so dass die eigentlich schräg nach unten abfallende Fläche waagerecht steht.

Dann Rücklicht runter und Kennzeichen samt Halter ab. Aber, oh Schreck, für den Kennzeichenhalter ist im Fender eine kleine Platte eingenietet und noch viel schlimmer, die Stelle des Kennzeichenhalters ist leicht erhaben (2-3mm). So ein Mist, aber ich dachte daran, das man ja mit seinen Aufgaben wachsen tut. Erstmal den Niet rausgebohrt und dann diese kleine Erhabenheit (dreieckig, grösse eines Streichholzmäppchens) erst mit grober Raspel weggeraspelt und dann hinterhergeschlichtet, zum Schluss mit feinem Schmirgelpapier geglättet. Es bleiben noch die Löscher von der Kennzeichenbefestigung, zu denen komme ich gleich noch (werden dichtgespachtelt).

Jetzt zum schwierigen Teil.

Ich wollte das Rücklicht ja weiter nach unten haben, das untere Loch für die Rücklichtbefestigung ist schnell gefunden, es sollte die bereits vorhandene Bohrung vom Heckbügel sein. Problem an der Sache, der Fender und das Rücklicht sind unterschiedlich „gewölbt“. Der Fender „umfliesst“ das Rad, das Rücklicht schmiegt sich an den Seiten an. Ich habe, soweit es geht ,die Gummiunterlage als Ausgleichsfläche genutzt und entsprechend geraspelt.

Nun musste aber die Vertiefung im Fender (siehe Bild 5) zur oberen Hälfte dichtgemacht werden, da das Rücklicht ja weiter unten sitzt. Das musste ich mit Fieberglasmatten machen, da der Heckfender auf ABS ist. Ich habe also die dichtzumachenden Stellen mit Schmirgelpapier vom Lack befreit, etwas über die Ränder hinaus und die Vertiefung selbst, ganz!

Wer bereits mit Fieberglasmatten gearbeitet hat kann diersen Absatz überspringen, für alle anderen hier viele Erfahrungen.

Also nochmal in Ruhe, erstmal den Vertiefungsboden mit dem Harz einschmieren,dann eine Matte einziehen die auch gut auf dem Kabelbaum liegt (aber nicht damit verkleben!). Dann Matte um Matte reinlegen und gut mit dem Harz tränken. Ich habe das in mehreren Sitzungen gemacht was sehr sinnvoll ist, da es etwas Ruhe in die Arbeit bringt. Das Ganze dann aushärten lassen und am nächsten Tag die abstehenden Enden abschneiden/abknipsen, dann überfeilen, damit erstmal nix übersteht. Dass ganze mit Epoxit-feinspachtel bearbeiten => glätten.

Hier kommen auch wieder die Löcher der Kennzeichenhalterung in´s Spiel.
Ich habe sie von hinten (Fenderinnenseite) mit diesem grauen Tesa-Klebeband (Panzertape geht wohl genauso) locker verklebt.

 

 

Nicht stramm, da ich von oben Spachtelmasse durch die Löcher gedrückt habe und die Spachtelmasse so beidseitig des Fenders ist und anscheinen deshalb so gut hält.

Diesen Arbeitsgang (Spachteln => Schleifen) so oft wiederholen bis das gut aussieht.

Dann habe ich mich um die Befestigung und Verkabelung der Blinker gekümmert

Die Kabel die an den Blinkern dran sind sind lang genug um sie mit Silikon innen am Fender zu verkleben und durch das Loch vom Kabelbaum mit zu führen.

Die Befestigung der Blinker ist schwer, da eine kleine Abweichung in der „Fluchtigkeit“ der Löcher (die Blinker sind dann nicht Waagerecht) sehr scheisse aussieht. Deshalb sind das bei mir im Endeffekt Langlöcher geworden. Ich habe die Blinker über dem hinteren Befestigungspunkt angebracht, dadurch ist dieser abgedeckt, allerdings auch nicht mehr zu benutzen. Ebenso muss man sehr aufpassen, das man den Bohrungsabstand der Blinkerlöcher im Fender trifft, da die Befestigungslöcher sehr weit aussen sind. Einmal verbohrt und man bekommt das nicht mehr abgedeckt.
Wenn ich nichts vergessen habe müsste nun die Lackierung kommen, heikles Thema. Ich habe blaue Müllsäcke aufgeschnitten und mir eine Kackierkabine gebastelt und OP-mässig die zu lackierende Stelle abgeklebt. Dann 6-8 Schichten mit diesem original Kawa-Lack und aushärten lassen (1 Woche !!!, da ich keine sog. „Brennkammer“ habe muss der Lack tatsächlich so lange aushärten, damit ich den polieren kann. Zum polieren eine Poliermaschine aus dem Baumarkt gekauft (incl. einer harten und einer weichen Polierscheibe 19,95 € bei Bauhaus)

Beim polieren habe ich mir dann an den Übergangsstellen von Originallack zum neu lackierten Bereich, den Originallack bis auf das ABS runterpoliert, da also aufpassen, anscheinend ist der Nachkauflack härter als der erstauftrag desselben.

Naja alles wieder zusammenbauen und dann sollte das ungefähr so aussehen